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Über uns

Allgemeines     Geschichte     Region

Die ersten Gäste: Chöre, Orchester, Dirigenten
Klassische Sprache, Literatur und Philosophie
Die Musik: Konzerte und Wettbewerbe
Vergangene Projekte

Andreas Drekis, der Gründer des Hellenikon Idyllion, ist Sohn eines griechisch-orthodoxen Pfarrers aus Egio und besuchte dort das humanistische Gymnasium. Sein Studium der Nationalökonomie absolvierte er in der Schweiz an der Berner Universität bei Prof. Egon Tuchtfeld. Im Jahre 1966 schlug er im Rahmen des Seminars Steigerung des Sozialproduktes als Ziel der Wirtschaftspolitik die Einführung einer neuen Wissenschaft vor, die er nicht Volkswirtschaftslehre, sondern Volksglückslehre nannte.

Durch Zusammenarbeit aller Wissenschaften unter wirtschaftspolitischen Zielsetzungen sollte diese neue Lehre Glücksforschung betreiben und qualitative Wertungen festlegen. Dabei sollte es insbesondere um die effektive Steigerung der Lebensqualität gehen, die quantitativ nur schwer messbar ist. Zwölf Jahre später setzte eine öffentliche Diskussion ein, in der sich diese Gedanken wiederfanden, und heute wird von Psychologen und Ökonomen das Glück als Maßstab allen Wohlstandes erforscht.

Andreas Drekis' Anliegen ist es bis heute, geistige und kulturelle Werte, die verloren zu gehen drohen, neu und intensiv erlebbar zu machen und sie wieder ins Bewusstsein zu rücken. Diese Ziele will er mit seiner Begegnungsstätte Hellenikon Idyllion in Selianitika verwirklichen, die er 1990 mit großem Einsatz aufgebaut hat, seitdem weiterführt und deren Idee er in Griechenland und ganz Europa zu verbreiten sucht.

Andreas Drekis

Die Anlage des Hellenikon Idyllion und seine Architektur wurden von Andreas Drekis selbst entworfen. Inmitten eines großen naturbelassenen, an Blüten und Früchten reichen Gartens liegen Bungalows und eine Villa mit Wohnungen. Die Bewohner haben große Terassen und Veranden, an denen Traubenstöcke emporranken, und können durch Außentreppen direkt in den Garten gelangen, in dem zehn verschiedene Sorten Trauben wachsen, dazu Feigen, Orangen, Pampelmusen, Zitronen, Mispeln, Granatäpfel und Oliven. Drekis' Idee war es, dass Wohnraum und Garten in einem ständigen Dialog zueinanderstehen, der die Gäste wieder zu einem schöpferischen Miteinander in Musik und Kultur inspirieren soll. Das Hellenikon Idyllion ist ein Garten der Musen und des freien, philosophischen und klassisch griechischen Geistes.

Eine griechisch- und deutschsprachige Bibliothek, ein Konzertflügel und weitere Musikinstrumente, Übungsräume und zwei Freilichtbühnen stehen zur Verfügung. Die vorteilhafte Infrastruktur des Geländes und seine Lage direkt am Strand bieten eine einmalige Möglichkeit zur Erholung, Inspiration, Kreativität und internationaler Zusammenarbeit in den Bereichen Musik, Kunst und klassischer griechischer Literatur.

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Die ersten Gäste: Chöre, Orchester, Dirigenten

Einer der Ersten im Jahre 1991 war Alois Springer, der deutsche Ausnahmedirigent und fünffache internationale Erster Preisträger u.a. des Koussevitzky-Conducting Preises und des Dimitri-Mitropoulos-Preises (New York). Als persönlicher Mitarbeiter Leonard Bernsteins und Dirigent der New York Philharmonie, Chefdirigent der Philharmonie Hungarica, zweiter Chefdirigent des Radio Luxembourg und mehrjähriger Dirigent des großen Berkshire Festivals in Tanglewood (USA) entdeckte den Geist des Hellenikon Idlyllion in seinen Anfängen für sich und seine schöpferische Arbeit und verstand die Vision Andreas Drekis. Der Vergleich mit dem bedeutenden Music-Camp Tanglewood, der Sommerresidenz des Boston Symphony Orchestra, drängte sich ihm auf und er beschloss, trotz seines weltweiten Engagements, fortan dabei mitzuwirken, musische Menschen an diesem idyllischen Ort mit griechischer Sonne, Wind und Meer im Geist der Musen zusammenzuführen. Seit dem ersten Orchesterworkshop ist er jährlich nicht nur Gast im Hellenikon Idyllion, sondern auch als Jurymitglied und Dirigent Förderer griechischer Komponisten und europäischer Orchester. Zuletzt war er mit dem Studenten-Symphonieorchester Marburg im Hellenikon Idyllion.

Im Sommer des gleichen Jahres besuchte uns das Jugendsymphonieorchester Schleswig-Holsteins unter der Leitung von Hajo Jobs mit 65 Mitgliedern. Im Jahr 2005 kamen sie Anfang August zum vierten Mal ins Hellenikon Idyllion. Im Herbst 1991 war außerdem ein Chor mit Streichorchester aus Oldenburg zu Gast; die 80 Mitglieder verbrachten hier ihre Musikproben-Ferien in Verbindung mit archäologischen Besichtigungen und Konzerten. So kam es, dass sie im Saal des Philarmonie Orchesters Egio den byzantinisch kirchlichen Gesang Ti ypermaxho aufführten, den der Komponist Nikos Butsinos eigens für Orchester und Chor bearbeitet hatte. Der Komponist sowie der Bischof von Egion waren bei dem Konzert anwesend. Es war ein großer Erfolg: Die zahlreichen Zuhörer waren begeistert.

Im Jahre 1992 kam das 100 Mitglieder starke JugendSymphonieorchester Leipzig unter der Leitung des Dirigenten Ivan Ivanovits ins Hellenikon Idyllion. Der Höhepunkt seines Programmes war die Uraufführung eines Stückes für Orchester, Sopran und Tenor, das Nikos Butsinos nach einem Auftrag von Andreas Drekis komponiert hatte. Er vertonte das altgriechische Epigramm "O xein angellein Lakedaimoniois..." (Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten, dass du uns hier habest liegen gesehn, wie das Gesetz es befahl...), das zu Ehren der Spartaner, die bei der Schlacht an den Thermopylen im Kampf gegen das perschische Heer gefallen waren, verfasst wurde. Die beiden Uraufführungen fanden - vor 1.500 Zuhörern - in der mittelalterlichen Burg Chlemuzi und in Selianitika auf dem Hauptplatz am Meer statt, unter Anwesenheit des ehemaligen und jetzigen Verteidigungsministers Spilios Spiliotopulos.

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Klassische Sprache, Literatur und Philosophie

Das internationale zweiwöchige Seminar Auf Altgriechisch miteinander sprechen, denken und philosophieren fand zum ersten Mal im Jahre 1993 statt. Es gibt in der ganzen Welt kein gleichartiges Unterfangen, um die altgriechische Sprache und die geistigen Inhalte der altgriechischen Literatur wieder lebendig werden zu lassen! Dementsprechend erregt diese einmalige Idee und Initiative von Andreas Drekis heute noch großes Aufsehen bei allen Bewunderern und Liebhabern der antiken Kultur. Viele Teilnehmer kommen, wenn es ihnen möglich ist, im nächsten Jahr wieder, denn nirgendwo können sie sich intensiver in diese Sprache einleben. Das Seminar ist und bleibt das besondere Förderprojekt von Andreas Drekis.

Bis 1995 wurde die Veranstaltung von dem deutschen Altphilologen Thomas Fuchs, einem hervorragenden Kenner des Altgriechischen, geleitet und durchgeführt. Mit einer umfassenden Wortforschung schuf er die Grundlage, sich auf Attisch auch über die heutige Lebenswelt unterhalten zu können. Nach ihm übernahm der Philologe und Historiker Helmut Quack aus Husum die Leitung des Seminars und hält sie bis heute inne. Neben der altgriechischen Literatur liebt er auch die neugriechische, und er stellt gerne philosophische Themen in den Mittelpunkt des Seminars. Er sucht selbst geeignete Texte aus, die von den Teilnehmern auf Attisch gelesen, erklärt und diskutiert werden. So erklingt im Garten der Musen zwei Wochen lang die attische Sprache, eingesetzt für wertvolle geistige Inhalte.

Helmut Quack hält jedes Mal einen Vortrag zum Thema des jeweiligen Kurses, z.B. über Goethes griechische Inspiration oder Spätantike Religionen und das Christentum. Die Vorträge sind auch für ein interessiertes Publikum aus der Region von Egio und Patras gedacht und werden auf Deutsch und Neugriechisch gehalten. In der Schlussphase des Seminars verfassen die Teilnehmer selbst Texte auf Attisch, meist humorvolle Dialoge, die sie dann auf der Schlussveranstaltung den übrigen Gästen und Freunden des Hellenikon Idyllions vorspielen.

Im Jahre 1998 wurde der internationale Wettbewerb Attisch durch Andreas Drekis ins Leben gerufen. Dabei wurden kurze Abhandlungen, die ein beliebiges philosophisches oder literarisches Thema behandelten, gesucht, die auf Attisch (Altgriechisch) verfasst sein mussten. Der Gräzist Helmut Quack und weitere Philologen prüften, zusammen mit Andreas Drekis, die eingereichten Texte und entschieden über die Sieger und die Preise. Diese Art von Wettbewerb fand im Rahmen des vorher erwähnten klassisch-griechischen Seminars statt und wurde acht Jahre lang durchgeführt, bis er durch aktuellere Wettbewerbe ersetzt wurde.

In den letzten Jahren fanden im Garten zweitägige Vorträge, Seminare und Symposien statt, in Zusammenarbeit mit der literarischen Zeitschrift Omprela, der Vereinigung griechischer Schriftsteller, und anderen Persönlichkeiten. Die Themen aus Literatur, Poesie und klassischer Philosophie behandelten alt- und neugriechische Dichter, wie Sappho, Homer, Seferis, Sikelianos, Kavafis, Takis Antoniou. Konzert-Darbietungen mit eingeladenen Gästen aus Athen und der Umgebung waren und sind immer Programmteil dieser Veranstaltungen.

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Die Musik: Konzerte und Wettbewerbe

Im Jahre 1995 wurde im Bergdorf Peristera in den Hängen des Berges Helmos, wo sich die mythologische Styxquelle befindet, zum ersten Mal ein Boukolisches Symphonie-Konzert organisiert. Es spielte das 70 Mitglieder starke Jugendorchester Schleswig-Holstein, das zu diesem Zeitpunkt schon das zweite Mal zu Gast in Hellenikon Idyllion war. Die jungen Musiker interpretierten auch Auszüge aus dem Oratorium Axion esti von Mikis Theodorakis. Diese nunmehr seit zehn Jahren bis heute stattfindenden Aufführungen wurden Bukolisches Festival genannt. Ziel dieses Festivals ist es, klassische Musik in das griechische Bergland zu bringen, um dort den Musikern und dem Publikum ein besonderes Hörerlebnis zu schenken, an einer Quelle der Inspiration inmitten der Natur. Bei Mondschein, unter den Platanen des Dorfplatzes in 1.200m Höhe, musizierten z.B. am 31. Juli 2004 die 80 Instrumentalisten des JugendSymphonieorchester der Musikschule Singen, die schon erste Preise im europäischen Orchesterwettbewerb gewonnen haben.

Eines der wichtigsten Ereignisse im Hellenikon Idyllion war der im Jahre 2002 von Andreas Drekis ausgeschriebene internationale Kompositionswettbewerb: Auszüge aus den Siegeshymnen Pindars sollten für Gesang und Orchester vertont werden. Der antike Dichter widmete sein Werk den Siegern im Pentathlon (Fünfkampf) mit den Sportarten Laufen, Weitsprung, Speerwurf, Diskuswurf, Ringen, der in der klassischen Zeit in Nemea, Olympia, Delphi und Isthmia ausgetragen wurde. Die Resonanz war groß: 21 Komponisten aus elf Ländern beteiligten sich an diesem Wettbewerb. Die elf besten Werke wurden prämiert, darunter die Arbeit des Komponisten Nikos Konstantinidis (Professor für Komposition an der Universität Lousiana in den USA). Seine Vertonung wurde von dem Straßburger Symphonieorchester, das im Juli 2003 in Hellenikon Idyllion zu Gast war, in vier Städten Griechenlands gespielt.

Im September des gleichen Jahres kam der Chor aus Malta und interpretierte - mit Klavierbegleitung - die Vertonung des Ringkampfs, aus der Komposition des englischen Wettbewerbgewinners Andrew March. Ort der Veranstaltung war Egios Archäologisches Museum, anwesend waren der Komponist und der Bürgermeister. Im Jahr 2004 wurde auch noch ein anderes preisgekröntes Werk der Öffentlichkeit vorgestellt, das des Komponisten Spyros Mazis. Es spielte das JugendSymphonieorchester und der Jugendchor aus Meran, Italien, unter der Leitung des Dirigenten Richard Sigmund, am 21. August im antiken Theater von Argos, am 23. August im antiken Theater von Oiniades und am 26. August in Hellenikon Idyllion. Es waren große Höhepunkte, sowohl für die Interpreten als auch für das Publikum.

Es sollte noch erwähnt werden, dass die Jurymitglieder des Wettbewerbs der Kompositionsprofessor der Universität der Künste in Wien, Werner Schulze, der Dirigent Alois Springer aus Deutschland und der griechische Dirigent Rafail Pylarinos waren.

Vielen griechischen und ausländischen jungen Talenten wurde die Möglichkeit gegeben, bei Veranstaltungen in Recitals oder als Solisten mit unseren Gastorchestern aufzutreten. Darunter waren Wunderkinder wie die achtjährige Sophie Moser, der elfjährige Werner Schnitzer und die fünfzehnjährige Konstanze Ziemmann - erster und zweiter Preis des bundesdeutschen Wettbewerbs "Jugend Musiziert" im Fach Violine, die dritte Preisträgerin im Fach Klavier. Von griechischer Seite aus haben Preisträger von nationalen und internationalen Wettbewerben teilgenommen, wie Vassilis Varvaressos, Marianna Katerelou, Viki Janoula und Marios Kazas - alle Klaviersolisten, die mit unseren gastierenden Symphonieororchestern gespielt haben. Im Jahr 2004 spielte das 13-jährige Wunderkind Arsenis Selalmasithis aus Patras Werke von Paganini und das Violinkonzert von Mendelssohn.

Das Hellenikon Idyllion hat bisher über 100 Orchester und Chöre beherbergt und es fanden inzwischen mehr als 400 Konzerte - mit hohem Niveau - in verschiedenen griechischen Städten statt. Der Zuschauerandrang in Patras, Egio, Akrata, Messolongi, Metochi, Nafpaktos, Galaxidi, Amfissa, Pyrgos, Amaliada, Lechena, Olympia, Xylokastron, Loutraki, Korinth, Argos, Athen und auf der Insel Kefalonia war groß. Bei fast allen Veranstaltungen dieser Art war der Eintritt frei.

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Vergangene Projekte

Im August 2004 wurde - durch das Opera Studio Meran (Italien) unter dem Dirigent Prof. Richard Sigmund - die Oper Orpheus und Euridike aufgeführt. Schauplätze waren hierbei die antiken Theater von Argos und Oineiades und zuletzt auch der Garten von Hellenikon Idyllion, bei 400 Zuschauern. Unterstützt wurde das Orchester, welches zwei Wochen in Hellenikon Idyllion gastierte, von professionellen Hauptdarstellern. Dieses sensationelle Ereignis mit 100 Akteuren ist uns noch heute in bester Erinnerung!

Walter Kämpfel war einer der Dirigenten von internationalem Ruf -er dirigierte schon die Berliner Philarmoniker und das Philarmonieorchester Tokyo-, der bereits im Jahre 2003 für eine Woche das Hellenikon Idyllion mit seinem Orchester besuchte und Konzerte gab. Im September 2005 war er erneut bei uns zu Gast, zusammen mit dem Profiorchester Bavarian Classics aus München, unterstützt von griechischen Solisten, und interpretierte Werke von Mozart.

Außerdem wurde ein - in die Musik neue Impulse bringendes - Werk von Werner Schulze (Komponist, Wissenschafter und Universitätsprofessor) am 22. August 2005 im Garten des Hellenikon Idyllions uraufgeführt. Anchibasie - Philosophie als Muse, inspiriert von Textfragmenten der Philosophen Empedokles und Heraklit, gespielt vom Musikensemble Dithyrambos aus Wien. Der Komponist war persönlich anwesend. Vor der Aufführung wurde im Hellenikon Idyllion und im Beisammensein des österreichischen Botschafters ein Workshop/Referat gehalten zum Thema Verborgene Harmonie ist mächtiger als offenbare - Heraklits Fragmente und Platons Timaios.

Die kulturelle Begegnungsstätte Hellenikon Idyllion veranstaltete im Jahr 2005 einen Wettbewerb Agon Aretes, der klassisches Griechisch, philosophisches Denken und künstlerische Entfaltung verbinden sollte. Angesprochen waren Studenten und Schüler ab 16 Jahren. Dabei war es das Ziel, das Interesse für griechische Kultur zu wecken und die Beschäftigung mit der Antike zu fördern.

Vom 15. September bis zum 2. Oktober 2010 gastierte eine Gesangsgruppe von 16 Sängerinnen und Sängern mit Klavierbegleitung der Musikuniversitäten Berlin und Leipzig für zwei Wochen im Hellenikon Idyllion. In dieser Zeit probten sie intensiv in unserem Garten der Musen und bereiteten sich auf ihre Aufführung der Oper Die Hochzeit des Figaro von W. A. Mozart in Deutschland vor. Selbstverständlich gab es aber auch schon vor ihrer Abreise auf unserer Bühne in Hellenikon Idyllion eine erste Aufführung und zwar am Samstagabend, den 2. Oktober 2010. Das Publikum war begeistert und sich einig, dass diese Versanstaltung einem Opernbesuch in den größten Konzerthäusern der Welt um nichts nachstand und sogar besser war.

Kurz darauf besuchte uns die Sing Akademie Niedersachsen mit Orchester und Chor vom 10. bis zum 17. Oktober 2010. Die insgesamt etwa 130 Personen starke Gruppe plante ein echtes Highlight: die Aufführung des Canto General von Mikis Theodorakis unter der Leitung des Dirigenten Claus Ulrich Heinke. Dies geschah zum Anlass des 85. Geburtstages von Mikis Theodorakis und so gab es zunächst am 13. Oktober 2010 ein Konzert im Konferenzsaal der Universität Patras und dann noch eines am 16. Oktober 2010 im Sportsaal der Stadt Derveni bei Korinth. Neben den beeindruckenden Dimensionen der Klanggewalt des deutschen Ensembles, war vorallem die Anwesenheit des Komponisten persönlich ein einschneidendes Erlebnis und ein sehr großer Erfolg für Hellenikon Idyllion.

 

 

Geschichte & Highlights des Hellenikon Idyllion
weiter ab 2011

Auch im Jahr 2011 ging es ähnlich spektakulär weiter. Besonders bedeutsam war für uns die erste Vorstellung der Oper Helike Athanatos im Kulturzentrum der Stadt Egion am 26. Marz. Hierbei präsentierte die griechische Opernsängerin Maria Kanellopoulou in Begleitung eines 20-köpfigen Orchesters aus Vanaa (Finnland) das berühmte in altgriechische Sprache verfasste Gedicht von Sappho „der Mann, der vor mir steht, gleicht den Göttern“, und das finale Liebeslied „Helike Athanatos“, in Neugriechisch gedichtet von dem Leiter des Hellenikon Idyllion Andreas Drekis. Die Bearbeitung für das finnische Orchester stammte dabei von dem berühmten Komponisten Hermann Rechberger, der bereits einen von der zwei ersten Preisen in Kompositionswettbewerben der griechischen Oper gewonnen hat.

Des Weiteren durften wir 2011 zum dritten Mal das Jugendsinfonieorchester der Musikschule
Neckarsulm mit 90 Personen bei uns willkommen heißen und von Juli bis August den Meisterkurs für Gesang anbieten.

2012
Das Jahr 2012 im Hellenikon startete im Mai mit dem Highlight der Aufführung des Theaterstücks „Oneiron Chorotheatama“ (Tanz der Träume) der Tanztheatergruppe Teater Tetas aus Jakarta. Von hier aus begannen sie ihre Europatournee 2012.

Im Juli waren dann das Jugendsymphonieorchester Mittleres Rheintal und das Jugendorchester Will aus der Schweiz bei uns zu Gast.

Auch das Symphonieorchester der Musikschule Leipzig stattet uns einen musikalischen Besuch ab.

Von Ende Juli bis Mitte August durften wir dann die Gruppe des Seminars „Klassisches Griechisch sprechen und geistvolle Gedanken nachvollziehen“ in unserem Garten der Musen willkommen heißen

und schlossen dieses ereignisreiche Jahr, bereits zum 19. Mal, mit dem Meisterkurs für Gesang von und mit Jagna Sokorska Kwika von Anfang Juli bis Anfang September ab.

Außerdem durften wir mit Stolz fünf neue Förderprojekte für die Jahre 2012 und 2013 bekannt geben: zum einen den internationalen Wettbewerb Agon Armonias, ein kreativer Wettbewerb mit dem Ziel, die klassische griechische Literatur und Philosophie durch Dichtkunst und Komposition zu fördern. Zum anderen veranstalteten wir den musisch-kulturellen Frühling im Hellenikon Idyllion. Außerdem forderten wir Chore, Orchester und Schulklassen in Zusammenarbeit im Rahmen unseres Förderprojektes Helike Athanatos, um eine der zwei in unserem Wettbewerb 2010 preisgekronten Opern uber die versunkene antike Stadt Helike urauffuhren zu können und luden Schulklassen zu uns ein, um das Libretto der Oper Helike Athanatos hier vorzutragen.

Unser neues Projekt richtet sich an Studenten der Archäologie, die eine freie Unterkunft in unserer Anlage erhielten, wenn Sie in der Zeit ihres Aufenthaltes einen selbst entworfenen antiken Lehmofen bzw. eine Ölpresse oder einen Brennofen in unserem Garten konstruieren. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, in Kooperation mit der Archäologin Dr. Dora Katsonopoulou an einem archäologischen Praktikum teilzunehmen.

2013
Viele weitere musikbegeisterte junge Leute, hatten wir auch im Jahr 2013 bei uns im Garten der Musen zu Gast. So war sowohl ein Jugendsymphonieorchester aus Schleswig-Holstein (Juni),

aus Böblingen (Juli) und aus Zürich (September / Oktober) bei uns vertreten. Auch Schuler der Waldorfschulen aus Hagen und Schweden musizierten bei uns in diesem Jahr.

Besonderes Highlight war außerdem das Konzert des in Krakau geborenen Piotr Oczkowski. Der Pianist – und außerdem Gewinner zahlreicher Klavierwettbewerbe - trat am 15. Oktober im Kulturzentrum Egio mit verschiedenen Werken von Chopin auf.

2014
2014 war wieder ein ereignisreiches, kreatives Jahr für uns! Ein paar Highlights wollen wir euch nicht vorenthalten: vom 15.-26. April begrüßten wir die Kinder und Jugendlichen zu den
Musikferien in Griechenland. Hierbei wurde klassische Kammermusik gespielt.

Von Ende Juli bis Anfang fand erneut ein Altgriechischkurs in unserem Garten der Musen statt.

Außerdem war das preisgekrönte Berliner Akkordeon-Orchester im August bei uns zu Gast, sowie das Altgriechische
Instrumentalorchester LyrAvlos zur Feier von 2500 Jahren griechischer Musik.

Des Weiteren
durften wir in unserem Garten eine szenische Aufführung der Tragödie Bacchae des Euripides
unserem Publikum präsentieren.

Es gab außerdem Kurse zum Klavier üben, Kunstlieder- und
Arienabende und weitere Theateraufführungen und kreative Gruppen und Familien in unserem
Haus.

2015
Zu Beginn des Jahres 2015 gastierten vom 01.-08. Marz 27 junge Musiker der staatlichen
Musikschule Hamburg bei uns. Insgesamt hatten diese 5 Auftritte, sowohl im Hellenikon Idyllion als auch in benachbarten Veranstaltungsorten.

Auch das Jugendorchester Neckarslum und das Sinfonieorchester des AEG Böblingen Gymnasiums waren erneut – zum 4. und 6. Mal – bei uns zu Besuch und übten fleißig am korinthischen Golf.

Am 04. Juni durften wir ein großartiges Konzert mit Liedern, Songs, Chansons und Arien in unserem Garten miterleben! Von musikbegeisterten Amateuren über semiprofessionellen bis hin zu professionellen Musikern war alles dabei. Neben bekannten Arien von Handel oder Bach enthielt die Darstellung christliche Hymnen, deutsche Filmklassiker der 20er Jahre u.v.m. Eine der Teilnehmerinnen war hierbei Sängerin Beate Griesbeck, welche bei den weltbekannten Regensburger Domspatzen als Stimmbildnerin arbeitet.

Altgriechische Sprech- und Philosophierkurse wurden auch in diesem Jahr wieder einmal zahlreich angeboten – so z.B. vom 15.-29. August. Außerdem wurden wir auch den Rest des Jahres dank vieler verschiedener Gäste musikalisch, gesundheitlich und künstlerisch durch das Jahr begleitet. So bestand die Möglichkeit, an einem Theaterworkshop, mehreren Gesangsseminaren oder auch einem Meditations- und Yogakurs teilzunehmen. Des Weiteren freuen wir uns, dass wir auch in diesem Jahr wieder zwei Förderprojekte ins Leben rufen konnten. Dazu gehören das
◦ Förderprojekt für Chore und Orchester
◦ und die musisch-kulturelle Begegnungswoche für Studierende.

2016
Das Jahr 2016 – es gab viel zu erleben im Hellenikon Idyllion direkt am griechischen Meer. Wir boten zur Osterzeit einen Klavier- und Kammermusikkurs mit der Pianistin Ellen Kaufmann und dem Jazz-Pianisten Sam Hylton an. Weiter ging es dann mit einem Klavierkonzert im Hellenikon Idyllion und im Kulturzentrum von Egio von Ende Marz bis Anfang April.

Außerdem begrüßten wir im Mai bereits zum zweiten Mal das Jugendorchester von der staatlichen Musikschule Hamburg

und Ende Juli das Gitarren-Jugendorchester von Sachsen-Anhalt. Im September fand ein Kurs mit Sigrid Westenfelder, Cantienica und Anja C. Deckenbach unter dem Motto „Steigerung des Wohlbefindens durch effektives Körpertraining“ statt, um Körper und Seele in Einklang zu bringen.

Der Besuch des Akkordeonorchesters der Musikschule Leipzig ‚Johann Sebastian Bach‘ zahlte ebenfalls zu den Highlights des Jahres.

Des Weiteren konnten wir für dieses und das kommende Jahr 2017 folgende Förderprojekte ins Leben rufen:
◦ Agon Armonias 2016 - Internationaler Wettbewerb zur Forderung der altgriechischen Sprache und der klassischen Philosophie
◦ Altgriechisch Sprechen und Philosophieren heute
◦ Förder-Austauschprojekt - Für musisch-kulturell aktive Schuler, Studenten, Dozenten
◦ Kostenlose Unterkunft bei Mitwirken
◦ Klassisch-Griechisch neu beleben; Griechenland griechisch erleben
◦ Klassisch musizieren im klassisch-humanistischen Ambiente - Klassisch Musizierende
treffen klassisch Philosophierende

2017
Besonders das Jahr 2017 war bis jetzt - und wird auch weiterhin - für das Hellenikon Idyllion ein sehr großer Erfolg! So durften wir unseren Garten der Musen in diesem Jahr für sehr viele kreative und trotzdem so unterschiedliche Workshops und Seminare zur Verfügung stellen.
Schon gleich zu Beginn des Jahres, wurde unter Leitung von Kathrein Humbel-Bolz vom 08.
Februar – 08. Marz ein Workshop über das Kammermusizieren mit Bratsche und Violine
angeboten.

Währenddessen ging es aber auch schon gleich weiter im Programm: So bestand die Möglichkeit, vom 19. Februar – 02. April seine griechischen Sprachkenntnisse in dem Altgriechisch-Graecum-Intensivkurs zu verbessern. Das Angebot richtete sich dabei besonders an Studierende, welche sich auf die staatliche oder universitäre Graecum-Prüfung vorbereiten wollten. Hierbei wurde der gesamte prüfungsrelevante Stoff thematisiert und verschiedene Übungstechniken vermittelt. Auch regelmäßige Probeklausuren, Vokabeltest o.a. standen auf dem Programm. So hatten die Studenten die Möglichkeit, sich abseits von dem Prüfungsstress zu Hause, ein fundiertes Wissen für die bevorstehende Graecum-Prüfung anzueignen. 

 

Besondere Konzerte fanden dieses Jahr am 20. April um 19.00 Uhr im Hellenikon Idyllion und am 21. April im Kulturzentrum von Egion statt. Zu hören waren hier Svenja mit einem griechischen Operettenlied in Begleitung von Sam Hilton am Klavier.

Auch viele weitere Kurse, wie z.B. der Klavier- und Kammermusikkurs zu Ostern,

die Malkurse im
April und Juni, ein Zeichen- und ein Filzkurs, als auch der Besuch des Conte Klavier Quartetts
aus der Schweiz und des Berliner Orchesters gehörten zu den Highlights des Jahres.


Vor allem hervorzuheben ist allerdings der internationale Wettbewerb ‚Agon Armonias‘ zu
Förderung der altgriechischen Sprache, bei welchem die Teilnehmer in diesem Jahr die Aufgabe hatten, einen maximal 10-minütigen Videoclip in Form eines Theaterstuckes zu erstellen, um sowohl junge Leute, als auch Erwachsene jeden Alters, für die altgriechische Sprache zu begeistern. Zu gewinnen gab es dabei eine zweiwöchige Gratisunterkunft in der Begegnungsstätte Hellenikon Idyllion. Gewinnerinnen des ersten Preises mit dem Beitrag ≪Sokrates in der Unterwelt≫ sind: Aliza Braser, Kathrin Breimayer, Stephanie Ortner, Zehra Ozturk, Jessica Watzinger (Schülerinnen der 7. Klasse im „Bundesgymnasium Babenbergerring“ in der Wiener Neustadt).

Aber auch auf die internationale Musikwoche im Juli (mit Olga Bolgari, Caronline Duffner, Peter Illavsky und Vladimir Vorobyev) und das Förderprojekt ‚Mit Platon und Sokrates auf Altgriechisch Philosophieren‘ im Juli/August und September, sind wir besonders stolz.

2018

Für was alles Schönes im Jahre 2018 geschichtlich veranstaltet wurde besuchen Sie bitte unsere Webseite bei Programm 2018  2018  um alles zu erfahren.

herzlichen Dank

Andreas Drekis

 

 

 

 

 

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