Geschichte der musisch-kulturellen Stätte Hellenikon Idyllion

der Garten der Musen des Andreas Drekis

Andreas Drekis, der Gründer des Hellenikon Idyllion, ist Sohn eines griechisch-orthodoxen Pfarrers aus Egio und besuchte dort das humanistische Gymnasium. Sein Studium der Nationalökonomie absolvierte er in der Schweiz an der Berner Universität bei Prof. Egon Tuchtfeld. Im Jahre 1966 schlug er im Rahmen des Seminars Steigerung des Sozialproduktes als Ziel der Wirtschaftspolitik die Einführung einer neuen Wissenschaft vor, die er nicht Volkswirtschaftslehre, sondern Volksglückslehre nannte.

Altes Strandbild vom Hellenikon Idyllion

Die Anlage des Hellenikon Idyllion und seine Architektur wurden von Andreas Drekis selbst entworfen. Inmitten eines großen naturbelassenen, an Blüten und Früchten reichen Gartens liegen Bungalows und eine Villa mit Wohnungen. Die Bewohner haben große Terrassen und Veranden, an denen Traubenstöcke emporranken, und können durch Außentreppen direkt in den Garten gelangen, in dem zehn verschiedene Sorten Trauben wachsen, dazu Feigen, Orangen, Pampelmusen, Zitronen, Mispeln, Granatäpfel und Oliven.

Drekis‘ Idee war es, dass Wohnraum und Garten in einem ständigen Dialog zueinanderstehen, der die Gäste wieder zu einem schöpferischen Miteinander in Musik und Kultur inspirieren soll. Das Hellenikon Idyllion ist ein Garten der Musen und des freien, philosophischen und klassisch griechischen Geistes.

Durch Zusammenarbeit aller Wissenschaften unter wirtschaftspolitischen Zielsetzungen sollte diese neue Lehre Glücksforschung betreiben und qualitative Wertungen festlegen. Dabei sollte es insbesondere um die effektive Steigerung der Lebensqualität gehen, die quantitativ nur schwer messbar ist. Zwölf Jahre später setzte eine öffentliche Diskussion ein, in der sich diese Gedanken wiederfanden, und heute wird von Psychologen und Ökonomen das Glück als Maßstab allen Wohlstandes erforscht.

Andreas Drekis‘ Anliegen ist es bis heute, geistige und kulturelle Werte, die verloren zu gehen drohen, neu und intensiv erlebbar zu machen und sie wieder ins Bewusstsein zu rücken. Diese Ziele will er mit seiner Begegnungsstätte Hellenikon Idyllion in Selianitika verwirklichen, die er 1990 mit großem Einsatz aufgebaut hat, seitdem weiterführt und deren Idee er in Griechenland und ganz Europa zu verbreiten sucht.

Die ersten Gäste: Chöre, Orchester, Dirigenten

Einer der Ersten im Jahre 1991 war Alois Springer, der deutsche Ausnahmedirigent und fünffache internationale Erster Preisträger u. a. des Koussevitzky-Conducting-Preises und des Dimitri-Mitropoulos-Preises (New York). Als persönlicher Mitarbeiter Leonard Bernsteins und Dirigent der New York Philharmonie, Chefdirigent der Philharmonie Hungarica, zweiter Chefdirigent des Radio Luxembourg und mehrjähriger Dirigent des großen Berkshire Festivals in Tanglewood (USA) entdeckte er den Geist des Hellenikon Idyllion in seinen Anfängen für sich und seine schöpferische Arbeit und verstand die Vision Andreas Drekis. Der Vergleich mit dem bedeutenden Music-Camp Tanglewood, der Sommerresidenz des Boston Symphony Orchestra, drängte sich ihm auf und er beschloss, trotz seines weltweiten Engagements, fortan dabei mitzuwirken, musische Menschen an diesem idyllischen Ort mit griechischer Sonne, Wind und Meer im Geist der Musen zusammenzuführen. Seit dem ersten Orchesterworkshop ist er jährlich nicht nur Gast im Hellenikon Idyllion, sondern auch als Jurymitglied und Dirigent Förderer griechischer Komponisten und europäischer Orchester. Zuletzt war er mit dem Studenten-Symphonieorchester Marburg im Hellenikon Idyllion.

Im Sommer des gleichen Jahres besuchte uns das Jugendsymphonieorchester Schleswig-Holsteins unter der Leitung von Hajo Jobs mit 65 Mitgliedern. Im Jahr 2005 kamen sie Anfang August zum vierten Mal ins Hellenikon Idyllion. Im Herbst 1991 war außerdem ein Chor mit Streichorchester aus Oldenburg zu Gast; die 80 Mitglieder verbrachten hier ihre Musikprobenferien in Verbindung mit archäologischen Besichtigungen und Konzerten. So kam es, dass sie im Saal des Philharmonieorchesters Egio den byzantinisch kirchlichen Gesang Ti ypermaxho aufführten, den der Komponist Nikos Butsinos eigens für Orchester und Chor bearbeitet hatte. Der Komponist sowie der Bischof von Egio waren bei dem Konzert anwesend. Es war ein großer Erfolg: Die zahlreichen Zuhörer waren begeistert.

Im Jahre 1992 kam das 100 Mitglieder starke Jugendsymphonieorchester Leipzig unter der Leitung des Dirigenten Ivan Ivanovits ins Hellenikon Idyllion. Der Höhepunkt seines Programmes war die Uraufführung eines Stückes für Orchester, Sopran und Tenor, das Nikos Butsinos nach einem Auftrag von Andreas Drekis komponiert hatte. Er vertonte das altgriechische Epigramm „O xein angellein Lakedaimoniois…“ (Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten, dass du uns hier habest liegen gesehen, wie das Gesetz es befahl…), das zu Ehren der Spartaner, die bei der Schlacht an den Thermopylen im Kampf gegen das persische Heer gefallen waren, verfasst wurde. Die beiden Uraufführungen fanden – vor 1.500 Zuhörern – in der mittelalterlichen Burg Chlemuzi und in Selianitika auf dem Hauptplatz am Meer statt, unter Anwesenheit des ehemaligen und jetzigen Verteidigungsministers Spilios Spiliotopulos.

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Klassische Sprache, Literatur und Philosophie

Das internationale, zweiwöchige Seminar auf Altgriechisch miteinander sprechen, denken und philosophieren fand zum ersten Mal im Jahre 1993 statt. Es gibt in der ganzen Welt kein gleichartiges Unterfangen, um die altgriechische Sprache und die geistigen Inhalte der altgriechischen Literatur wieder lebendig werden zu lassen! Dementsprechend erregt diese einmalige Idee und Initiative von Andreas Drekis heute noch großes Aufsehen bei allen Bewunderern und Liebhabern der antiken Kultur. Viele Teilnehmer kommen, wenn es ihnen möglich ist, im nächsten Jahr wieder, denn nirgendwo können sie sich intensiver in diese Sprache einleben. Das Seminar ist und bleibt das besondere Förderprojekt von Andreas Drekis.

Bis 1995 wurde die Veranstaltung von dem deutschen Altphilologen Thomas Fuchs, einem ausgezeichneten Experten für Altgriechisch, geleitet und durchgeführt. Mit einer umfassenden Wortforschung schuf er die Grundlage, sich auf Attisch auch über die heutige Lebenswelt unterhalten zu können. Nach ihm übernahm der Philologe und Historiker Helmut Quack aus Husum die Leitung des Seminars und hatte sie inne. Neben der altgriechischen Literatur liebte er auch die neugriechische, und er stellte gerne philosophische Themen in den Mittelpunkt des Seminars. Er suchte selbst geeignete Texte aus, die von den Teilnehmern auf Attisch gelesen, erklärt und diskutiert werden. So erklingt im Garten der Musen zwei Wochen lang die attische Sprache, eingesetzt für wertvolle geistige Inhalte. 

Helmut Quack hielt jedes Mal einen Vortrag zum Thema des jeweiligen Kurses, z.B. über Goethes griechische Inspiration oder Spätantike Religionen und das Christentum. Die Vorträge sind auch für ein interessiertes Publikum aus der Region von Egio und Patras gedacht und werden auf Deutsch und Neugriechisch gehalten. In der Schlussphase des Seminars verfassen die Teilnehmer selbst Texte auf Attisch, meist humorvolle Dialoge, die sie dann auf der Schlussveranstaltung den übrigen Gästen und Freunden des Hellenikon Idyllions vorspielen.

Im Jahre 1998 wurde der internationale Wettbewerb Attisch durch Andreas Drekis ins Leben gerufen. Dabei wurden kurze Abhandlungen, die ein beliebiges philosophisches oder literarisches Thema behandelten, gesucht, die auf Attisch (Altgriechisch) verfasst sein mussten. Der Gräzist Helmut Quack und weitere Philologen prüften, zusammen mit Andreas Drekis, die eingereichten Texte und entschieden über die Sieger und die Preise. Diese Art von Wettbewerb fand im Rahmen des vorher erwähnten klassisch-griechischen Seminars statt und wurde acht Jahre lang durchgeführt, bis er durch aktuellere Wettbewerbe ersetzt wurde.

In den letzten Jahren fanden im Garten zweitägige Vorträge, Seminare und Symposien statt, in Zusammenarbeit mit der literarischen Zeitschrift Omprela, der Vereinigung griechischer Schriftsteller, und anderen Persönlichkeiten. Die Themen aus Literatur, Poesie und klassischer Philosophie behandelten alt- und neugriechische Dichter, wie Sappho, Homer, Seferis, Sikelianos, Kavafis, Takis Antoniou. Konzert-Darbietungen mit eingeladenen Gästen aus Athen und der Umgebung waren und sind immer Programmteil dieser Veranstaltungen.

Seit 2017 leitet der klassische Philologe und ehemalige Seminarteilnehmer Florian Feicht das Seminar. Der Grezist Federico Aurora leitet seit Dezember 2023 ein zusätzliches Altgriechisch-Winterseminar.

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Die Musik: Konzerte und Wettbewerbe

Im Jahre 1995 wurde im Bergdorf Peristera in den Hängen des Berges Helmos, wo sich die mythologische Styxquelle befindet, zum ersten Mal ein bukolisches Symphonie-Konzert organisiert. Es spielte das 70 Mitglieder starke Jugendorchester Schleswig-Holstein, das zu diesem Zeitpunkt schon das zweite Mal zu Gast im Hellenikon Idyllion war. Die jungen Musiker interpretierten auch Auszüge aus dem Oratorium Axion esti von Mikis Theodorakis. Diese nunmehr seit zehn Jahren bis heute stattfindenden Aufführungen wurden Bukolisches Festival genannt. Ziel dieses Festivals ist es, klassische Musik in das griechische Bergland zu bringen, um dort den Musikern und dem Publikum ein besonderes Hörerlebnis zu schenken, an einer Quelle der Inspiration inmitten der Natur. Bei Mondschein, unter den Platanen des Dorfplatzes in 1.200 m Höhe, musizierten z. B. am 31. Juli 2004 die 80 Instrumentalisten des Jugend-Symphonieorchesters der Musikschule Singen, die schon erste Preise im europäischen Orchesterwettbewerb gewonnen haben.

Eines der wichtigsten Ereignisse im Hellenikon Idyllion war der im Jahre 2002 von Andreas Drekis ausgeschriebene internationale Kompositionswettbewerb: Auszüge aus den Siegeshymnen Pindars sollten für Gesang und Orchester vertont werden. Der antike Dichter widmete sein Werk den Siegern im Pentathlon (Fünfkampf) mit den Sportarten Laufen, Weitsprung, Speerwurf, Diskuswurf, Ringen, der in der klassischen Zeit in Nemea, Olympia, Delphi und Isthmia ausgetragen wurde. Die Resonanz war groß: 21 Komponisten aus elf Ländern beteiligten sich an diesem Wettbewerb. Die elf besten Werke wurden prämiert, darunter die Arbeit des Komponisten Nikos Konstantinidis (Professor für Komposition an der Universität Louisiana in den USA). Seine Vertonung wurde von dem Straßburger Symphonieorchester, das im Juli 2003 im Hellenikon Idyllion zu Gast war, in vier Städten Griechenlands gespielt.

Im September des gleichen Jahres kam der Chor aus Malta und interpretierte – mit Klavierbegleitung – die Vertonung des Ringkampfs aus der Komposition des englischen Wettbewerbgewinners Andrew March. Ort der Veranstaltung war das Archäologische Museum von Egio, anwesend waren der Komponist und der Bürgermeister. Im Jahr 2004 wurde auch noch ein anderes preisgekröntes Werk der Öffentlichkeit vorgestellt, das des Komponisten Spyros Mazis. Es spielte das Jugend-Symphonieorchester und der Jugendchor aus Meran, Italien, unter der Leitung des Dirigenten Richard Sigmund am 21. August im antiken Theater von Argos, am 23. August im antiken Theater von Oiniades und am 26. August im Hellenikon Idyllion. Es waren große Höhepunkte, sowohl für die Interpreten als auch für das Publikum.

Es sollte noch erwähnt werden, dass die Jurymitglieder des Wettbewerbs der Kompositionsprofessor der Universität der Künste in Wien Werner Schulze, der Dirigent Alois Springer aus Deutschland und der griechische Dirigent Rafail Pylarinos waren.

Vielen griechischen und ausländischen jungen Talenten wurde die Möglichkeit gegeben, bei Veranstaltungen in Recitals oder als Solisten mit unseren Gastorchestern aufzutreten. Darunter waren Wunderkinder wie die achtjährige Sophie Moser, der elfjährige Werner Schnitzer und die fünfzehnjährige Konstanze Ziemann – erste und zweite Preisträger des bundesdeutschen Wettbewerbs „Jugend musiziert“ im Fach Violine sowie eine dritte Preisträgerin im Fach Klavier. Von griechischer Seite aus haben Preisträger von nationalen und internationalen Wettbewerben teilgenommen, wie Vassilis Varvaressos, Marianna Katerelou, Viki Janoula und Marios Kazas – alles Klaviersolisten, die mit unseren gastierenden Symphonieorchestern gespielt haben. Im Jahr 2004 spielte das 13-jährige Wunderkind Arsenis Selalmasithis aus Patras Werke von Paganini und das Violinkonzert von Mendelssohn.

Das Hellenikon Idyllion hat bisher über 100 Orchester und Chöre beherbergt, und es fanden inzwischen mehr als 400 Konzerte mit hohem Niveau in verschiedenen griechischen Städten statt. Der Zuschauerandrang in Patras, Egio, Akrata, Messolongi, Metochi, Nafpaktos, Galaxidi, Amfissa, Pyrgos, Amaliada, Lechena, Olympia, Xylokastro, Loutraki, Korinth, Argos, Athen und auf der Insel Kefalonia war groß. Bei fast allen Veranstaltungen dieser Art war der Eintritt frei.

Vergangene Projekte

Im August 2004 wurde – durch das Opera Studio Meran (Italien) unter dem Dirigenten Prof. Richard Sigmund – die Oper Orpheus und Euridike aufgeführt. Schauplätze waren hierbei die antiken Theater von Argos und Oiniades und zuletzt auch der Garten von Hellenikon Idyllion, vor 400 Zuschauern. Unterstützt wurde das Orchester, welches zwei Wochen im Hellenikon Idyllion gastierte, von professionellen Hauptdarstellern. Dieses sensationelle Ereignis mit 100 Akteuren ist uns noch heute in bester Erinnerung!

Walter Kämpfel war einer der Dirigenten von internationalem Ruf – er dirigierte schon die Berliner Philharmoniker und das Philharmonieorchester Tokyo –, der bereits im Jahre 2003 für eine Woche das Hellenikon Idyllion mit seinem Orchester besuchte und Konzerte gab. Im September 2005 war er erneut bei uns zu Gast, zusammen mit dem Profiorchester Bavarian Classics aus München, unterstützt von griechischen Solisten, und interpretierte Werke von Mozart.

Außerdem wurde ein – in die Musik neue Impulse bringendes – Werk von Werner Schulze (Komponist, Wissenschaftler und Universitätsprofessor) am 22. August 2005 im Garten des Hellenikon Idyllions uraufgeführt: Anchibasie – Philosophie als Muse, inspiriert von Textfragmenten der Philosophen Empedokles und Heraklit, gespielt vom Musikensemble Dithyrambos aus Wien. Der Komponist war persönlich anwesend. Vor der Aufführung wurde im Hellenikon Idyllion und im Beisein des österreichischen Botschafters ein Workshop/Referat zum Thema „Verborgene Harmonie ist mächtiger als Offensichtliches – Heraklits Fragmente und Platons Timaios“ gehalten.

Die kulturelle Begegnungsstätte Hellenikon Idyllion veranstaltete im Jahr 2005 einen Wettbewerb Agon Aretes, der klassisches Griechisch, philosophisches Denken und künstlerische Entfaltung verbinden sollte. Angesprochen waren Studenten und Schüler ab 16 Jahren. Dabei war es das Ziel, das Interesse für griechische Kultur zu wecken und die Beschäftigung mit der Antike zu fördern.

Vom 15. September bis zum 2. Oktober 2010 gastierte eine Gesangsgruppe von 16 Sängerinnen und Sängern mit Klavierbegleitung der Musikuniversitäten Berlin und Leipzig für zwei Wochen im Hellenikon Idyllion. In dieser Zeit probten sie intensiv in unserem Garten der Musen und bereiteten sich auf ihre Aufführung der Oper Die Hochzeit des Figaro von W. A. Mozart in Deutschland vor. Selbstverständlich gab es aber auch schon vor ihrer Abreise auf unserer Bühne im Hellenikon Idyllion eine erste Aufführung, und zwar am Samstagabend, den 2. Oktober 2010. Das Publikum war begeistert und sich einig, dass diese Veranstaltung einem Opernbesuch in den größten Konzerthäusern der Welt um nichts nachstand und sogar besser war.

Kurz darauf besuchte uns die Sing-Akademie Niedersachsen mit Orchester und Chor vom 10. bis zum 17. Oktober 2010. Die insgesamt etwa 130 Personen starke Gruppe plante ein echtes Highlight: die Aufführung des Canto General von Mikis Theodorakis unter der Leitung des Dirigenten Claus-Ulrich Heinke. Dies geschah zum Anlass des 85. Geburtstages von Mikis Theodorakis, und so gab es zunächst am 13. Oktober 2010 ein Konzert im Konferenzsaal der Universität Patras und dann noch eines am 16. Oktober 2010 im Sportsaal der Stadt Derveni bei Korinth. Neben den beeindruckenden Dimensionen der Klanggewalt des deutschen Ensembles war vor allem die Anwesenheit des Komponisten persönlich ein einschneidendes Erlebnis und ein sehr großer Erfolg für Hellenikon Idyllion.

Geschichte & Highlights des Hellenikon Idyllion

Jahresrückblicke ab 2011

2011

Auch im Jahr 2011 ging es ähnlich spektakulär weiter. Besonders bedeutsam war für uns die erste Vorstellung der Oper Helike Athanatos im Kulturzentrum der Stadt Egio am 26. März. Hierbei präsentierte die griechische Opernsängerin Maria Kanellopoulou in Begleitung eines 20-köpfigen Orchesters aus Vantaa (Finnland) das berühmte in altgriechischer Sprache verfasste Gedicht von Sappho „Der Mann, der vor mir steht, gleicht den Göttern“, sowie das finale Liebeslied „Helike Athanatos“, in Neugriechisch gedichtet von dem Leiter des Hellenikon Idyllion Andreas Drekis. Die Bearbeitung für das finnische Orchester stammte dabei von dem berühmten Komponisten Hermann Rechberger, der bereits einen der beiden ersten Preise in Kompositionswettbewerben der griechischen Oper gewonnen hat.

Des Weiteren durften wir 2011 zum dritten Mal das Jugendsinfonieorchester der Musikschule Neckarsulm mit 90 Personen bei uns willkommen heißen und von Juli bis August den Meisterkurs für Gesang anbieten.

2012

Das Jahr 2012 im Hellenikon Idyllion startete im Mai mit dem Highlight der Aufführung des Theaterstücks „Oneiron Chorotheatama“ (Tanz der Träume) der Tanztheatergruppe Teater Tetas aus Jakarta. Von hier aus begannen sie ihre Europatournee 2012.

Im Juli waren dann das Jugendsinfonieorchester Mittleres Rheintal und das Jugendorchester Will aus der Schweiz bei uns zu Gast.

Auch das Symphonieorchester der Musikschule Leipzig stattete uns einen musikalischen Besuch ab.

Von Ende Juli bis Mitte August durften wir dann die Gruppe des Seminars „Klassisches Griechisch sprechen und geistvolle Gedanken nachvollziehen“ in unserem Garten der Musen willkommen heißen und schlossen dieses ereignisreiche Jahr, bereits zum 19. Mal, mit dem Meisterkurs für Gesang von und mit Jagna Sokorska Kwika von Anfang Juli bis Anfang September ab.

Außerdem durften wir mit Stolz fünf neue Förderprojekte für die Jahre 2012 und 2013 bekannt geben: zum einen den internationalen Wettbewerb Agon Armonias, ein kreativer Wettbewerb mit dem Ziel, die klassische griechische Literatur und Philosophie durch Dichtkunst und Komposition zu fördern. Zum anderen veranstalteten wir den musisch-kulturellen Frühling im Hellenikon Idyllion. Außerdem förderten wir Chöre, Orchester und Schulklassen im Rahmen unseres Förderprojektes Helike Athanatos, um eine der zwei in unserem Wettbewerb 2010 preisgekrönten Opern über die versunkene antike Stadt Helike uraufführen zu können, und luden Schulklassen zu uns ein, um das Libretto der Oper Helike Athanatos hier vorzutragen.

Unser neues Projekt richtete sich an Studenten der Archäologie, die eine freie Unterkunft in unserer Anlage erhielten, wenn sie in der Zeit ihres Aufenthaltes einen selbst entworfenen antiken Lehmofen bzw. eine Ölpresse oder einen Brennofen in unserem Garten konstruierten. Des Weiteren bestand die Möglichkeit, in Kooperation mit der Archäologin Dr. Dora Katsonopoulou an einem archäologischen Praktikum teilzunehmen.

2013

Viele weitere musikbegeisterte junge Leute hatten wir auch im Jahr 2013 bei uns im Garten der Musen zu Gast. So war sowohl ein Jugendsinfonieorchester aus Schleswig-Holstein (Juni),

aus Böblingen (Juli) und aus Zürich (September/Oktober) bei uns vertreten. Auch Schüler der Waldorfschulen aus Hagen und Schweden musizierten bei uns in diesem Jahr.

Besonderes Highlight war außerdem das Konzert des in Krakau geborenen Piotr Oczkowski. Der Pianist – und außerdem Gewinner zahlreicher Klavierwettbewerbe – trat am 15. Oktober im Kulturzentrum Egio mit verschiedenen Werken von Chopin auf.

2014

2014 war wieder ein ereignisreiches, kreatives Jahr für uns! Ein paar Highlights wollen wir euch nicht vorenthalten: Vom 15.–26. April begrüßten wir die Kinder und Jugendlichen zu den Musikferien in Griechenland. Hierbei wurde klassische Kammermusik gespielt.

Von Ende Juli bis Anfang August fand erneut ein Altgriechischkurs in unserem Garten der Musen statt.

Außerdem war das preisgekrönte Berliner Akkordeon-Orchester im August bei uns zu Gast, sowie das altgriechische Instrumentalorchester LyrAvlos zur Feier von 2500 Jahren griechischer Musik.

Des Weiteren durften wir in unserem Garten eine szenische Aufführung der Tragödie Bacchae des Euripides unserem Publikum präsentieren. Es gab außerdem Kurse zum Klavierüben, Kunstlieder- und Arienabende sowie weitere Theateraufführungen und kreative Gruppen und Familien in unserem Haus.

2015

Zu Beginn des Jahres 2015 gastierten vom 01.–08. März 27 junge Musiker der staatlichen Musikschule Hamburg bei uns. Insgesamt hatten diese fünf Auftritte, sowohl im Hellenikon Idyllion als auch in benachbarten Veranstaltungsorten.

Auch das Jugendorchester Neckarsulm und das Sinfonieorchester des AEG Böblingen Gymnasiums waren erneut – zum 4. und 6. Mal – bei uns zu Besuch und übten fleißig am korinthischen Golf.

Am 04. Juni durften wir ein großartiges Konzert mit Liedern, Songs, Chansons und Arien in unserem Garten miterleben! Von musikbegeisterten Amateuren über semiprofessionelle bis hin zu professionellen Musikern war alles dabei. Neben bekannten Arien von Händel oder Bach enthielt die Darstellung christliche Hymnen, deutsche Filmklassiker der 20er Jahre u. v. m. Eine der Teilnehmerinnen war hierbei Sängerin Beate Griesbeck, welche bei den weltbekannten Regensburger Domspatzen als Stimmbildnerin arbeitet.

Altgriechische Sprech- und Philosophiekurse wurden auch in diesem Jahr wieder zahlreich angeboten – so z. B. vom 15.–29. August. Außerdem wurden wir auch den Rest des Jahres dank vieler verschiedener Gäste musikalisch, gesundheitlich und künstlerisch begleitet. So bestand die Möglichkeit, an einem Theaterworkshop, mehreren Gesangsseminaren oder auch einem Meditations- und Yogakurs teilzunehmen. Des Weiteren freuen wir uns, dass wir auch in diesem Jahr wieder zwei Förderprojekte ins Leben rufen konnten. Dazu gehören:
◦ Förderprojekt für Chöre und Orchester
◦ musisch-kulturelle Begegnungswoche für Studierende

2016

Das Jahr 2016 – es gab viel zu erleben im Hellenikon Idyllion direkt am griechischen Meer. Wir boten zur Osterzeit einen Klavier- und Kammermusikkurs mit der Pianistin Ellen Kaufmann und dem Jazz-Pianisten Sam Hylton an. Weiter ging es dann mit einem Klavierkonzert im Hellenikon Idyllion und im Kulturzentrum von Egio von Ende März bis Anfang April.

Außerdem begrüßten wir im Mai bereits zum zweiten Mal das Jugendorchester der staatlichen Musikschule Hamburg und Ende Juli das Gitarren-Jugendorchester aus Sachsen-Anhalt. Im September fand ein Kurs mit Sigrid Westenfelder, Cantienica und Anja C. Deckenbach unter dem Motto „Steigerung des Wohlbefindens durch effektives Körpertraining“ statt, um Körper und Seele in Einklang zu bringen.

Der Besuch des Akkordeonorchesters der Musikschule Leipzig „Johann Sebastian Bach“ zählte ebenfalls zu den Highlights des Jahres.

Des Weiteren konnten wir für dieses und das kommende Jahr 2017 folgende Förderprojekte ins Leben rufen:
◦ Agon Armonias 2016 – internationaler Wettbewerb zur Förderung der altgriechischen Sprache und der klassischen Philosophie
◦ Altgriechisch Sprechen und Philosophieren heute
◦ Förder-Austauschprojekt – für musisch-kulturell aktive Schüler, Studenten und Dozenten
◦ kostenlose Unterkunft bei Mitwirken
◦ Klassisch-Griechisch neu beleben; Griechenland griechisch erleben
◦ Klassisch musizieren im klassisch-humanistischen Ambiente – klassisch Musizierende treffen klassisch Philosophierende

2017

Besonders das Jahr 2017 war bis jetzt – und wird auch weiterhin – für das Hellenikon Idyllion ein sehr großer Erfolg! So durften wir unseren Garten der Musen in diesem Jahr für viele kreative und dennoch sehr unterschiedliche Workshops und Seminare zur Verfügung stellen. Schon gleich zu Beginn des Jahres wurde unter Leitung von Kathrein Humbel-Bolz vom 08. Februar bis 08. März ein Workshop über das Kammermusizieren mit Bratsche und Violine angeboten.

Währenddessen ging es aber auch schon gleich weiter im Programm: So bestand die Möglichkeit vom 19. Februar bis 02. April, seine griechischen Sprachkenntnisse in dem Altgriechisch-Graecum-Intensivkurs zu verbessern. Das Angebot richtete sich dabei besonders an Studierende, welche sich auf die staatliche oder universitäre Graecum-Prüfung vorbereiten wollten. Hierbei wurde der gesamte prüfungsrelevante Stoff thematisiert und verschiedene Übungstechniken vermittelt. Auch regelmäßige Probeklausuren, Vokabeltests o. a. standen auf dem Programm. So hatten die Studenten die Möglichkeit, sich abseits des Prüfungsstresses zu Hause ein fundiertes Wissen für die bevorstehende Graecum-Prüfung anzueignen.

Besondere Konzerte fanden dieses Jahr am 20. April um 19.00 Uhr im Hellenikon Idyllion und am 21. April im Kulturzentrum von Egio statt. Zu hören waren hier Svenja mit einem griechischen Operettenlied in Begleitung von Sam Hilton am Klavier.

Auch viele weitere Kurse, wie z. B. der Klavier- und Kammermusikkurs zu Ostern, die Malkurse im April und Juni, ein Zeichen- und ein Filzkurs sowie der Besuch des Conte Klavier Quartetts aus der Schweiz und des Berliner Orchesters gehörten zu den Highlights des Jahres.

Vor allem hervorzuheben ist allerdings der internationale Wettbewerb „Agon Armonias“ zur Förderung der altgriechischen Sprache, bei welchem die Teilnehmer in diesem Jahr die Aufgabe hatten, einen maximal 10-minütigen Videoclip in Form eines Theaterstücks zu erstellen, um sowohl junge Leute als auch Erwachsene jeden Alters für die altgriechische Sprache zu begeistern. Zu gewinnen gab es dabei eine zweiwöchige Gratisunterkunft in der Begegnungsstätte Hellenikon Idyllion. Gewinnerinnen des ersten Preises mit dem Beitrag „Sokrates in der Unterwelt“ sind: Aliza Braser, Kathrin Breimayer, Stephanie Ortner, Zehra Ozturk, Jessica Watzinger (Schülerinnen der 7. Klasse im „Bundesgymnasium Babenbergerring“ in der Wiener Neustadt).

Aber auch auf die internationale Musikwoche im Juli (mit Olga Bolgari, Caroline Duffner, Peter Illavsky und Vladimir Vorobyev) und das Förderprojekt „Mit Platon und Sokrates auf Altgriechisch Philosophieren“ im Juli/August und September sind wir besonders stolz. Auch zum Ende des Jahres wird es im Hellenikon Idyllion alles andere als still. So besteht vom 06.–12. Oktober nun zum dritten Mal die Möglichkeit, unter der Leitung von Julianne Gredmaier (Gesang, Stimmbildung, Geige) und mit Unterstützung von Armin Kleinschmidt (Klavier, Interpretation) sein Gesangstalent zu entdecken. Hierbei ist jeder – egal ob Amateur oder Profi, Einzelkünstler oder Ensemble – herzlich willkommen. Vom 21.–29. Oktober wird im Garten der Musen außerdem ein Seminar unter dem Motto „Tanze das Leben“ stattfinden, in welchem die Teilnehmer in musischer Atmosphäre lernen können, durch das Tanzen ihr eigenes Selbstbewusstsein zu stärken und die persönlichen Grenzen zu überschreiten. Dies soll vor allem durch bewegende Kreistänze, Meditationen sowie eigene Tanzimprovisationen geschehen. Wir freuen uns auf jeden Fall schon sehr darauf! Des Weiteren wird der Landesjugendchor Sachsen vom 26.–31. Oktober bei uns zu Gast sein und den Oktober somit musikalisch ausklingen lassen. Auch in diesem Jahr besteht die Möglichkeit, von November bis März im Hellenikon Idyllion zu überwintern und dabei in ruhiger, griechischer Atmosphäre zu entspannen und sein Können – sei es Gesang, Klavier, Komponieren oder etwas ganz anderes – zu verbessern.

2018

Im Jahr 2018 haben wir viele Gäste im Hellenikon Idyllion begrüßen dürfen und es gab unterschiedlichste Workshops. In das Jahr starteten wir mit einem festlichen Neujahrskonzert mit unseren Musiker-Gästen Peter Illavsky (Cello), Eva Weskamp (Klavier), Ina Theile (Oboe) und Edith Piaf (französische Lieder) im Musikpavillon in unserem Garten der Musen und auch im Gemeindepark der Stadt Egio. 2018 haben wir den Wettbewerb Agon Armonias bereits zum sechsten Mal veranstaltet, mit dem Ziel, philosophisches Denken mit musisch-künstlerischem Schaffen zu verbinden. Die Aufgabe war es, anhand eines Zitats eines altgriechischen Dichters ein Gedicht in der eigenen Sprache zu schreiben und dieses zu vertonen. Das Zitat sollte dabei im Altgriechischen sein. Es gab einen ersten und fünf zweite Preise. Der außergewöhnliche Pianist Robert Leonardy war mit seiner Frau bei uns zu Gast und gab am 08. Februar ein Konzert in unserem Musikpavillon. Robert Leonardy stammt aus einer musikalischen Familie und war ein spätes Wunderkind. Mit 15 Jahren wurde er ohne Notenkenntnisse an der Hochschule für Musik in Saarbrücken aufgenommen und hatte von da an eine steile Karriere. Beethoven, Chopin und Debussy – unsere Zuschauer zeigten sich begeistert. Sein fabelhaftes Klavierspiel ließ einen im Geiste bereits den Frühling im Herzen spüren.

Viele musikalische und künstlerische Gäste haben uns in diesem Jahr begeistert und die Atmosphäre im Hellenikon Idyllion bereichert, unter anderem: Pianistin Silvia Mansur-Curí, Malerin Ulrike Strahl, Theaterpädagogin Christine Lindner, Komponist Thomas Wenk, Pianistin und Autorin Katja Finck, Dirigent Alois Springer, eine Klasse der Rudolf Steiner Schule Berlin, das Orchester des Carolinum Gymnasiums aus Ansbach unter der Leitung von Stephan Ubl, Amateurcellistin Heidi Langhammer und Amateurflötistin Angelika Reichmann, das Berliner Orchester mit 40 Akkordeonisten und der Dirigentin Vivien Müller, bereits zum fünften Mal das Kammerorchester Göttingen unter der Leitung von Jürgen Lamke und Udo Stampa und viele weitere.

Das Kammerorchester Göttingen veranstaltete zwei Konzerte, eines davon im großen Open-Air-Theater von Egio. Das Orchester des Carolinum Gymnasiums Ansbach gab vier Konzerte, unter anderem eines in unserem Hellenikon Idyllion und eines mit dem Chor von Egio. Neben den Konzerten und Lesungen unserer Gäste gab es auch die Aufführung der Oper „Helike Athanatos“ als Theaterstück in altgriechischer Sprache von Schülern des Gymnasiums aus Husum unter der Leitung der Lehrerin Claudia-Sabine Tietze in unserem Garten der Musen. Helike Athanatos (Unsterbliches Helike) ist eine Oper über ein Liebespaar, das die Zerstörung seiner Heimatstadt Helike durch ein Erdbeben überlebt und über ein Team von Archäologen, das Jahrhunderte später nach der versunkenen Stadt sucht. Die Oper wurde nun zum dritten Mal bei uns aufgeführt. Vor fünf Jahren wurde die Stadt Helike entdeckt. Neueste Ausgrabungen haben eine Färberei gefunden und die ersten Ruinen eines Poseidon-Tempels, der momentan weiter ausgegraben wird. Die Ausgrabungsstätte liegt etwa 14 km von uns entfernt.

An unserem Graecum-Intensivkurs für Studierende der Altphilologie, Philosophie, Theologie, Geschichte und Archäologie nahm unter anderem Jana Flüglistaler teil. Innerhalb von sechs Wochen lernte sie bei uns für ihre Graecum-Prüfung Altgriechisch. In ihrem Gästebuch-Eintrag zeigt sie sich begeistert von der ansteckenden Leidenschaft ihrer Lehrerin für die griechische Geschichte und Philosophie.

Im April bot Miriam Vogt zum zweiten Mal einen Malkurs im Hellenikon Idyllion an: Landschaft als Ausgangspunkt für freie Malerei. „Der Duft der Zitronen, der nahe Strand und die Freundlichkeit der Menschen – all das trägt zum Gelingen der Bilder bei.“ – Miriam Vogt. Die Teilnehmer des Kurses unternahmen einen Ausflug zum Bergsee Tsivlos, zum alten Bergkloster Agia Trias mit seiner Wandmalerei aus dem 14. Jahrhundert und bewunderten gemeinsam die Berglandschaft Helmos und vieles Weiteres.

Das Seminar „Altgriechisch sprechen und philosophieren“ ist ein Förderprojekt des Hellenikon Idyllion und fand im 26. Jahr bei uns statt. Anfänger und Fortgeschrittene bekamen die Möglichkeit, ihre Altgriechisch-Kenntnisse im Gespräch und beim gemeinsamen Philosophieren anzuwenden, zu verbessern und zu vertiefen.

Vladimir Novikov gab einen Kurs zum Zeichnen von Cartoons und Comics: Der starke Herkules, der kluge Odysseus, der selbstlose Prometheus, der tapfere Achilles, die schöne Aphrodite – inspiriert von den griechischen Sagen und Mythen wurden in geschichtsträchtiger Umgebung Comics über die legendären Helden und Götter gezeichnet.

Weitere Kursmöglichkeiten in diesem Jahr waren: Einführung in die Kunst des Dirigierens, Saxophonunterricht, Musikunterricht in Klavier, Geige, Bratsche, Gesang und Komposition, Altgriechisch in anspruchsvollen Dialogen für Englischsprechende, Unterricht für erste Lieder und Popsongs am Klavier, Ukulele-Grundlagen, Harmonielehre, Songwriting, Kurs zur Steigerung des Wohlbefindens durch regeneratives Yoga und Meditation, private Klavierstunden, Musiktheorie, Zeichenkurs zu Perspektive und Schraffieren, Gesangskurs, Grundlagen des Komponierens mit Klavier und Gesang, Improvisationstheater-Workshop.

Ein vielfältiges, kreatives Jahr geht zu Ende, und wir freuen uns darauf, zu sehen, welche Möglichkeiten das neue Jahr uns bringen wird.

2019

In diesem Jahr hatten wir viele Gäste und konnten vielfältige Kursmöglichkeiten anbieten. Zwischen Orangen- und Feigenbäumen, zirpenden Zikaden, vielen Musikinstrumenten unter der Sonne Griechenlands und direkt am Meer – hier finden Sie eine wunderschöne und entspannende Lern-Atmosphäre.

Förderprojekte des Hellenikon Idyllion:

Der Wettbewerb „Agon Armonias“ hat zum siebten Mal stattgefunden. Der 1. Platz ging an die Freie Waldorfschule Göttingen mit ihrer Interpretation eines Zitats von Euripides „Mit Schweigen ist im Unglück nichts getan“. Zwei 2. Plätze gingen an die Michael Oak Waldorf School aus Südafrika mit ihrer Interpretation eines Zitats von Sappho „Auch wenn meine Worte nur Atem sind, sind sie doch unsterblich“, und an das Szabad Waldorf Gimnázium aus Ungarn mit ihrer Interpretation eines Zitats von Sophokles „Das Schicksal bringt jenen Unglück, die Torheit in ihr Leben lassen“.

Für die Aufführung der Oper Helike Athanatos (Unsterbliches Helike) als Oper oder Theaterstück bieten wir unsere Unterkunft kostenlos an. Die Oper liegt in phonetischer Umsetzung des Altgriechischen in lateinischer Schrift vor, sowie in deutscher, englischer und neugriechischer Sprache. Für weitere Informationen schreiben Sie uns gerne an.

„Alt- und Neugriechisch – Sprechen und Philosophieren“ ist ein neues Förderprojekt. In Dialogen und philosophischen Gesprächen über Platon und Aristoteles im Altgriechischen erlernen Sie Grammatik und Syntax der antiken griechischen Sprache.
„Neugriechisch speziell für Gräzisten“ beschäftigt sich mit den Unterschieden der alt- und neugriechischen Sprache. Zusätzlich werden Lieder von großen griechischen Dichtern mithilfe eines Pianisten und Gesangslehrers auf Neugriechisch einstudiert und gesungen.
Die Zusammenkünfte werden durch kulinarische Spezialitäten aus unserem Steinofen und gemeinsame Abende mit griechischem Wein und philosophischen Diskussionen zu einem einmaligen Erlebnis. Außerdem machen wir Ausflüge zu antiken Städten wie Olympia und Delphi, besuchen Aufführungen im antiken Theater von Patras und Epidaurus, das Museum für altgriechische Technik in Katakolon und neuerdings sogar in Olympia selbst sowie die Ausgrabungsstätten von Helike.

Viele Nachwuchsmusiker besuchten dieses Jahr unseren Garten der Musen, viele nicht zum ersten Mal: Das Schülersinfonieorchester Friedberg unter der Leitung von Volkhard Stahl zum zweiten Mal, der Jugendchor aus Elze unter der Leitung von Jürgen Kruppa, das FSJ-Jazzorchester aus Freiburg unter der Leitung von Hans Clasen, der Charité Chor Berlin unter der Leitung von Fieke Rader und die Waldorfschulklasse Havelhöhe Berlin unter der Leitung von Johannes Altdorf zum fünften Mal.

Das Böblingen-Jugend-Jazz- und Sinfonieorchester des AEG Gymnasiums mit Dirigent Stefan Bergtold besuchte uns zum siebten Mal. Bei ihrem Konzert spielten sie Tschaikowskys Violinkonzert, 1. Satz. Mit dabei war Luisa Schwegler, mehrfache 1. Bundespreisträgerin von „Jugend musiziert“.

Die Hochschule für Musik Detmold unter der Leitung von Piotr Oczkowski veranstaltete zum zweiten Mal die Kammermusik-Übungs- und Konzerttage mit 25 Musikstudierenden bei uns. Neben einem Konzert in unserem Garten gab es auch eines im Kulturzentrum von Egio.
Auch die mehrfache Preisträgerin Leonie Kruppa gab am 31. Juni ein Klavierkonzert im Garten der Musen. Pianistin Ellen Kaufmann und Jazzpianist Sam Hylton veranstalteten neben einem Klavier- und Jazzklavierkurs ein Konzert am 21. Juni.

Auf zwei weitere musikalische Abende sind wir besonders stolz:

Justyna Reczeniedi, Solistin der königlichen Oper Polska Opera Królewska, gab ein Gesangskonzert mit Arien und dem Mikis-Theodorakis-Lied „Otan mia anixi“ im Garten der Musen im August. Sie besuchte uns bereits zum achten Mal.

Außerdem gab unser Gast Michael Grube ein Konzert in Egio, internationaler Musiker des Jahres (IBC, England, 2003). Bei seinen Auftritten gewann er bereits zahlreiche Preise. Er war Gastkünstler bei vielen wichtigen Festivals und dirigierte Meisterklassen und Workshops in zahlreichen Ländern.

Viele unserer Gäste boten auch verschiedene Workshops an:
Es gab einen Klavierkurs mit Nathan Steinhagen, an dem unter anderem Ellen Schmidt teilnahm. Die junge Pianistin ist bereits Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe und ein vielversprechendes Talent.

Griechischer Wein, Wiener Kaffee und japanischer Sake – musikalisch verbunden im Hellenikon Idyllion. Die kleinste Oper der Welt war bei uns zu Gast: Kiki (Tomomi Okuno aus Japan) und Kuku (Martin Rotter aus Österreich) boten ein vielfältiges Kursangebot an: Renaissance- und barocke Ornamentik auf Flöten, traditionelle japanische Tänze, Hofmusik und Lieder und vieles mehr.

Die Belcanto Academy fördert in Zusammenarbeit mit Hellenikon Idyllion ein italienisches Diktionsseminar, Operngesangstechnik, Opernrepertoire und Gesangsunterricht in Vokologie. Der Kurs wird von der Sopranistin und Vokologin Francesca Micarelli sowie dem Pianisten und Dirigenten Massimo Lambertini geleitet.

Neben vielen Kursen und Konzerten unserer Gäste war ein Highlight die in der Sommerakademie unter der Leitung von Richard J. Sigmund (Stimmbildung, Atem- und Stimmerziehung, Gesang und Chor) in unserem Garten der Musen szenisch geübte und als Konzertfassung aufgeführte Oper Orpheus und Eurydike von C. W. Gluck. 2004 gab es eine große Aufführung der Oper mit hunderten Musikern und Francesca Micarelli in der Hauptrolle in unserem Garten der Musen sowie in den Theatern von Argos und Eniodes.

Weitere Kurse dieses Jahr waren:

Chorwerkstatt mit Nina Ortlepp, Anfängerkurs Zeichnen / menschliche Proportionen bei Luisa Göde, sowie ein Yoga-Kurs zur Steigerung des Wohlbefindens durch effektives Körpertraining mit Sigrid Westenfelder und Anja C. Deckenbach.

2020

Trotz der Pandemie blieb das Hellenikon Idyllion auch 2020 ein lebendiger Ort für Musik, Kunst und kulturellen Austausch. Zwischen Juli und Oktober fanden zahlreiche Kurse, Konzerte und kreative Projekte im „Garten der Musen“ direkt am Meer statt.

Vom 18. Juli bis 3. August 2020 wurde bereits zum 28. Mal der Kurs „Altgriechisch sprechen und philosophieren heute“ veranstaltet. Die Sprach- und Philosophiekurse mit der griechischen Philologin Antonia Kyrilou verbanden Alt- und Neugriechisch mit Musik, Kultur und gemeinschaftlichen Abenden.

Ein musikalischer Höhepunkt war der Besuch des Leipziger Kammerorchesters Musica Viva vom 26. Juli bis 2. August 2020. Die Musiker:innen probten Werke von Giuseppe Verdi, Antonín Dvořák und Nikos Skalkottas im Garten des Hellenikon Idyllions. Im August folgte die zweite internationale Belcanto Academy unter der Leitung von Francesca Micarelli und Massimo Lambertini. Opernsänger:innen und Pianist:innen aus Italien und Deutschland arbeiteten gemeinsam an Opern- und Sakralmusik und präsentierten Konzerte unter freiem Himmel.

Auch Schauspiel und kreative Projekte hatten ihren Platz: Schauspielerin Yael Schüler entwickelte im August 2020 eine Solo-Performance nach dem Roman „Der Mann, der nicht aufhörte zu schlafen“ von Aharon Appelfeld. Ergänzt wurde das Programm durch kostenlosen Klavier-, Violin- und Akkordeonunterricht, Yoga- und Cantienica-Kurse sowie langfristige Winteraufenthalte im kreativen Umfeld des Hauses.

Mehrere geplante Veranstaltungen – darunter Malerei-Workshops, Meisterkurse und das Jugendlandessinfonieorchester Leipzig – mussten pandemiebedingt auf 2021 verschoben werden. Dennoch blieb das Hellenikon Idyllion ein besonderer Ort der Begegnung, an dem Natur, Musik und Gemeinschaft zusammenkamen.

2021

Auch im Jahr 2021 entwickelte sich das Hellenikon Idyllion weiter als internationaler Ort für Musik, Kunst, Sprache und gemeinschaftliches Leben am Meer. Trotz der besonderen Situation entstanden im „Garten der Musen“ zahlreiche Konzerte, Kurse und kreative Begegnungen mit Gästen aus ganz Europa.

Ein besonderer Schwerpunkt lag 2021 auf klassischer Musik und Oper. Die Belcanto Academy aus Pergine (Italien) war gleich mehrfach zu Gast – vom 27. Mai bis 10. Juni, vom 27. Juni bis 7. Juli sowie erneut vom 15. bis 31. August 2021. Unter der Leitung von Francesca Micarelli und Massimo Lambertini arbeiteten Sänger:innen und Pianist:innen aus Italien, Deutschland, Finnland, Tschechien, den USA und Israel an Opern-Arien und Sakralmusik. Im Garten der Musen fanden mehrere öffentliche Arienabende statt, unter anderem am 2. und 3. Juli 2021 mit Werken von Mozart, Puccini, Verdi, Donizetti und Offenbach. Zu den Mitwirkenden gehörten Teresa Kralova, Diana Buzeakov, Cristina Dominguez, David Presler sowie die Pianisten Elia Voltolini und Andreas König.

Auch der Pianist Andreas König war ab Juni 2021 erneut längere Zeit im Hellenikon Idyllion zu Gast. Neben Konzertabenden gab er Klavier- und Kammermusikunterricht und prägte mit seinem täglichen Spiel die musikalische Atmosphäre des Hauses. Ergänzt wurde das Programm durch kostenlose Klavierkurse für Anfänger:innen mit der Praktikantin Inessa Pelitschev im Juli 2021.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Programms waren die Altgriechisch-Kurse, die bereits seit fast drei Jahrzehnten im Hellenikon Idyllion stattfinden. Vom 17. bis 31. Juli 2021 wurde gemeinsam Altgriechisch gesprochen und über Platon, Sokrates und Aristoteles diskutiert. Zusätzlich fand vom 24. bis 31. Juli ein internationales Full-Immersion-Seminar für gesprochenes Altgriechisch mit Jenny Teichmann, Rogelio Toledo und Michael Kopf statt.

Neben Musik und Sprache bot das Hellenikon Idyllion auch Malerei- und FLOW-Workshops mit dem Künstler Christian Pietschiny, Zeichenkurse mit der akademischen Malerin Uli Zebisch sowie archäologische Ausflüge zur antiken Stadt Helike an. Gleichzeitig blieb das Haus ein Ort für längere kreative Aufenthalte, gemeinsames Musizieren und inspirierenden Austausch zwischen kultur- und naturverbundenen Gästen aus verschiedenen Ländern.

2022

Im Jahr 2022 feierte das Hellenikon Idyllion sein 30-jähriges Jubiläum als internationaler Ort für Musik, Altgriechisch, Theater und kulturellen Austausch. Der „Garten der Musen“ wurde erneut zum Treffpunkt für Künstler:innen, Musiker:innen, Studierende und kulturinteressierte Gäste aus ganz Europa und den USA.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Altgriechisch-Projekten und den sogenannten „Mikro-Philosophischen Symposien“, bei denen Schüler:innen und Studierende kurze Dialoge auf Altgriechisch entwickelten und aufführten. Gleichzeitig wurde das Theaterprojekt „Helike Athanatos“ weitergeführt, das seit mehreren Jahren im Hellenikon Idyllion und international präsentiert wird. Für die Jahre 2023/2024 entstand außerdem die Idee, das Projekt als Musical mit Chor, Solist:innen und Ensemble weiterzuentwickeln.

Auch musikalisch war das Jahr geprägt von internationalen Ensembles und Konzerten. Vom 16. bis 23. Juli 2022 war das Jugendsinfonieorchester Leipzig unter der Leitung von Ron Entleutner bereits zum siebten Mal zu Gast. Direkt im Anschluss folgte vom 23. bis 30. Juli das Jugendsinfonieorchester Böblingen unter Stephan Bergtold. Im Oktober besuchte außerdem das Züricher Jugend Gitarren Ensemble unter Leitung von Jens Stibal das Hellenikon Idyllion.

Die Belcanto Academy aus Pergine in Italien war im August erneut Teil des Programms. Unter der Leitung von Francesca Micarelli und Massimo Lambertini arbeiteten internationale Opernsänger:innen und Pianist:innen an Opern- und Operetten-Arien sowie sakraler Musik und präsentierten Konzerte im Garten der Musen. Ergänzt wurde das Programm durch die polnische Opernsängerin Justyna Reczeniedi von der Polska Opera Królewska, Operettenabende mit der Sopranistin Brigitte Thoma und dem Pianisten Wolfgang Krämer sowie zahlreiche weitere Musikseminare und Meisterkurse.

Zu den weiteren Höhepunkten gehörten das Esterhazy Quartett mit einer Streicherwoche im September, das Hamburger Musik- und Theaterprojekt „Stage Up“ mit Gesang, Tanz und Schauspiel sowie Klavier- und Jazzkurse mit Ellen Kaufmann und Sam Hylton. Zusätzlich fanden Tanz- und Theaterworkshops zur antiken griechischen Bewegungskunst mit Ana Lazou statt.

Damit zeigte sich das Hellenikon Idyllion auch 2022 als einzigartiger kultureller Begegnungsort, an dem Musik, Theater, Sprache, Philosophie und gemeinschaftliches Leben direkt am griechischen Meer zusammenkommen.

2023

Auch 2023 blieb das Hellenikon Idyllion ein lebendiger Ort für Musik, Theater, Philosophie und kreative Begegnungen. Im „Garten der Musen“ trafen sich Künstler:innen, Musiker:innen, Studierende und Gäste aus vielen Ländern, um gemeinsam zu lernen, zu musizieren und neue Formen des kulturellen Austauschs zu erleben.

Ein Schwerpunkt lag erneut auf Musik und Oper. Die Belcanto Academy Opera Studio aus Trentino war im Juli und September 2023 zu Gast und brachte internationale Sänger:innen und Pianist:innen ins Idyllion, wo Opern-Arien, Operetten und sakrale Werke geprobt wurden. Im August arbeiteten Sänger:innen und Musiker:innen unter der Leitung des Dirigenten Richard J. Sigmund an Glucks Oper „Orpheus & Eurydike“. Weitere musikalische Höhepunkte waren das norwegische Nordberg Strykeorkester im Juni, das Berliner VIVAccordia Orchester im Oktober sowie zahlreiche Kammerkonzerte, darunter das Duo Umbria mit Franziska Steinecke und Marco Onofri.

Auch die langjährige Tradition der Altgriechisch-Seminare wurde fortgesetzt. Im Sommer 2023 fanden bereits zum 31. Mal die Kurse „Auf Altgriechisch sprechen und philosophieren, heute“ statt. Ergänzt wurden sie durch Intensivseminare des amerikanischen Paideia Instituts sowie ein philosophisches Symposium in Altgriechisch mit Roland Jurgeleit vom Benediktiner-Gymnasium Ettal.

Neben Musik und Sprache bot das Hellenikon Idyllion zahlreiche kreative Workshops an. Der FLOW-Künstler Christian Pietschiny war erneut mehrere Monate vor Ort und leitete Workshops zu abstrakter Malerei, Skulpturenbau, Kreativität und innerer Balance. Hinzu kamen Schreibferien mit der Autorin Karen Krienke, Tanzworkshops im Garten der Musen sowie Schauspielseminare zur „heilenden Kraft der Schauspielkunst“.

Auch der Pianist Andreas König überwinterte erneut im Idyllion und prägte mit täglichem Klavierspiel die besondere Atmosphäre des Hauses. Ergänzt wurde das Programm durch Jazz- und Klassikseminare mit Ellen Kaufmann und Sam Hylton sowie Gesangs- und Operettenabende mit der Sopranistin Brigitte Thoma und dem Pianisten Wolfgang Krämer.

Im Winter 2023/2024 fanden außerdem Seminare zu gesprochenem Altgriechisch sowie Workshops zu Stimme und Bewegung mit der Sängerin Christine Rahlf statt. Damit blieb das Hellenikon Idyllion auch weiterhin ein einzigartiger Ort, an dem Musik, Philosophie, Kunst und Natur auf besondere Weise miteinander verbunden werden. 

2024

Auch 2024 war das Hellenikon Idyllion ein lebendiger Ort für Musik, Sprache, Kunst und internationale Begegnungen. Zwischen Februar 2024 und Januar 2025 fanden im „Garten der internationale Begegnungen. Zwischen Februar 2024 und Januar 2025 fanden im „Garten der Musen“ zahlreiche Konzerte, Seminare und kreative Workshops statt. Von Februar bis März 2024 war der FLOW-Künstler Christian Pietschiny bereits zum sechsten Mal zu Gast und leitete Workshops zu abstrakter Malerei, Recycling-Kunst und kreativer Lebensphilosophie. Vom 23. bis 30. März 2024 folgte das Musikseminar „Klavierkurs Jazz & Klassik“ mit den Hochschuldozenten Ellen Kaufmann und Sam Hylton, begleitet von offiziellen Konzerten am 6. April in Korinth und am 7. April im Kulturzentrum Aigio.

Vom 31. März bis 7. April 2024 probte das Jugend-Jazzorchester NRW unter der Leitung von Thomas Haberkamp im Hellenikon Idyllion. Im Mai und Juni folgten weitere internationale Gruppen, darunter die Schule für Chorkunst München (18.–25. Mai), die Christophorus-Kantorei unter Michael Nonemann (25.–30. Mai) sowie der Gewandhaus Kinderchor Leipzig unter Frank- Steffen Elster (22.–29. Juni).

Ein besonderer Schwerpunkt lag erneut auf den Altgriechisch-Seminaren. Vom 6. bis 27. Juli 2024 fand bereits zum 32. Mal das Seminar „Auf Altgriechisch sprechen und philosophieren – heute“ statt, geleitet von Matthias Ehrbacher, Frederico Aurora und Florian Feicht. Direkt danach veranstaltete das amerikanische Paideia Institut vom 28. Juli bis 10. August 2024 Intensivkurse für gesprochenes Altgriechisch.

Auch große Musikensembles waren wieder zu Gast: Das Böblingen Jugend-Jazz- und Sinfonie-Orchester probte vom 18. bis 25. Juli 2024 bereits zum achten Mal im Garten der Musen. Vom 11.bis 26. August 2024 folgte der Amate Gesangsverein unter der Leitung des Dirigenten Richard J. Sigmund.

Im September 2024 standen Stimme, Bewegung und Schreiben im Mittelpunkt: Vom 7. bis 11.September fand der Obertonsingkurs „Wenn die Seele singt“ statt, ergänzt durch das Konzert „Klänge der Seele“ am 8. September sowie biodynamische Körperarbeit vom 12. bis 15. September. Parallel dazu wurden Schreibferien in Griechenland angeboten.

Ab dem 3. Oktober 2024 leitete die Opernsängerin und Gesangslehrerin Lada Shornik einen Workshop für Gesang und Stimmbildung – von Atemtechnik und Schauspieltraining bis hin zu klassischem Gesang und Barockinterpretation. Zum Jahreswechsel vom 29. Dezember 2024 bis 4. Januar 2025 fand außerdem das zweite internationale Winterseminar für gesprochenes Altgriechisch statt.

2025

Bereits im Frühjahr 2025 lief vom 3. Februar bis 17. März 2025 ein umfangreiches Workshop-Programm des Künstlers Christian Pietschiny. In mehreren aufeinanderfolgenden Wochen entstanden Projekte von Recycling-Objektkunst (03.–07.02.), abstrakter Malerei im FLOW (10.–15.02.), Fliesenmosaik (18.–22.02.), Lebensphilosophie (03.–07.03.) bis hin zu Kreativität für Unternehmer (10.–15.03.).

Vom 21. Februar bis 30. März 2025 fand der Morgentanz mit Jutta statt, der Bewegung, Rhythmus und Körperarbeit verband.

Im April folgten mehrere musikalische Veranstaltungen: Am 6. April 2025 fand ein Konzert in Korinth (20:00 Uhr) statt, am 7. April 2025 ein weiteres Konzert in Egio (19:00 Uhr) mit der Pianistin Franziska Steinecke. Vom 7. bis 12. April 2025 lief die Gesangswoche „Stimme & Strand“ mit Ellen Kaufmann und Sam Hylton.

Vom 9. bis 20. Juni 2025 fand ein Klavierkurs für Fortgeschrittene mit Andreas König statt. Direkt anschließend gastierte vom 21. bis 28. Juni 2025 das Nordberg Strykeorkester aus Norwegen im Garten der Musen. Der Sommer setzte sich fort mit dem Altgriechisch-Seminar des Paideia Instituts (USA) vom 27.Juli bis 9. August 2025. Parallel dazu fand vom 29. Juli bis 1. August 2025 ein Festival klassischer Musik mit dem Jugendsinfonieorchester Crescendo Zürich statt, unter anderem in Kastro Chlemoutsi, Selianitika und Xylokastro, mit dem Solisten Andreas Xenopoulos.

Vom 10. bis 15. August 2025 fanden ein Gesangskurs mit Xenia Galanova und Ellen Kaufmann sowie parallel vom 11. bis 15. August 2025 ein Embodiment- und Tanzseminar mit Kathrin Sieber und Nikos Thanos statt.

Vom 23. bis 28. August 2025 stand ein klassisches Programm mit Werken von Mikis Theodorakis und Franz Schubertim Mittelpunkt.

Den Abschluss bildete vom 31. August bis 8. September 2025 die AMATÉ Sommerakademie unter der Leitung von Richard J. Sigmund im Rahmen des Kulturvereins AMATÉ. Vom 13. bis 24. Oktober 2025 war der Internationale Chor Hildesheim zu Gast im Hellenikon Idyllion unter der Leitung von Dominik Reinhard und der Organisation von Gerlinde Lauckner. Idyllion unter der Leitung von Dominik Reinhard und der Organisation von Gerlinde Lauckner. Konzerte fanden im Garten der Musen sowie in Egio und Korinth statt.

Vom 21. Oktober bis 3. Dezember 2025 lief Unterricht für Klavier, Posaune und Kammermusik mit Leonore Lorek.Vom 24. bis 31. Oktober 2025 fand ein Klavierkurs mit Nathan Steinhagen statt, der Technik, Theorie und musikalische Gestaltung verband.

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